Bingo! 12 Phrasen, an denen du KI-Texte sofort erkennst (und wie du es besser machst)

Woran erkennt man KI-generierte Texte? KI-Texte erkennt man meist an charakteristischen Floskeln wie „In der heutigen digitalen Welt“, „Zusammenfassend lässt sich sagen“ oder „Nicht nur …, sondern auch …“, gepaart mit einer generischen Satzstruktur ohne persönliche Ecken und Kanten.. Mehr über KI-Floskeln, Einheitsbrei im Content-Marketing und warum dein Business wieder eine eigene Stimme braucht.

Warum klingen heutzutage so viele Texte absolut identisch?

„Es gibt Texte, die … Und dann gibt es Texte, die …“

Wenn ich solche Zeilen lese, wittere ich sofort Faulheit. Ich weiß augenblicklich: Hier hat kein Mensch nachgedacht, kreativ geschrieben oder clever eine KI gefüttert. Hier hat jemand ChatGPT oder ein anderes Sprachmodell einfach etwas unreflektiert hinrotzen lassen.

Natürlich bin ich als Journalistin mit ein paar Jahrzehnten Sprache, Journalismus und Unternehmenskommunikation auf dem Buckel supersensibel, was Wortwahl und Satzbau betrifft. Ich merke wahrscheinlich schneller als andere, wenn ein Text nach sterilem Laborversuch aus der Retorte klingt.

Aber mal ehrlich: Sogar Nicht-Texter spüren mittlerweile, wenn ein Artikel seelenlos wirkt.

Die inoffizielle Hitparade der KI-Floskeln: Liest du noch oder gähnst du schon?

Ob in Blogartikeln, LinkedIn-Posts, Pressetexten, Newslettern, Testberichten oder Fachmagazinen – überall begegnen uns dieselben abgedroschenen KI-Muster.

Hier sind meine absoluten „Favoriten“ unter den Einleitungen, Füllwörtern und Übergängen:

  1. 🙃 „In der heutigen, sich schnell verändernden / digitalen Welt…“ (Der absolute Klassiker unter den Roboter-Einleitungen)
  2. 🙃 „Genau hier setzt … an.“
  3. 🙃 „Nicht nur …, sondern auch …“
  4. 🙃 „Es geht nicht darum, …, sondern darum, …“
  5. 🙃 „Dabei spielt eine entscheidende Rolle …“
  6. 🙃 Die Dauerbrenner-Adjektive & Substantive: entscheidend, bahnbrechend, Meilenstein, Potenzial, nahtlos, umfassend
  7. 🙃 „Letztendlich geht es um …“
  8. 🙃 „Eines ist sicher: Die Zukunft von … bleibt spannend.“
  9. 🙃 „Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen …“
  10. 🙃 „Die gute Nachricht ist …“
  11. 🙃 „Es gibt … Und dann gibt es …“
  12. 🙃 „Doch was bedeutet das konkret?“ / „Die Antwort ist überraschend einfach.“

Plus mein persönlicher Favorit: „Stell dir vor, …“

Warum KI-Texte dein Brand-Building gefährden

Natürlich können einzelne dieser Formulierungen auch mal von einem Menschen stammen. Interessant und auffällig wird es aber bei der Häufung:

  • Gleiche Satzmuster
  • Gleiche Übergänge
  • Gleicher Rhythmus
  • Gleiche Dramaturgie
  • Gleiche weichgespülte Wortwahl

Das Ergebnis: Du liest den ersten Satz und weißt exakt, was folgt. Nach einer folgenlosen und nichtssagenden Behauptung kommen drei brave Absätze und am Ende garantiert ein schläfriges „Zusammenfassend lässt sich sagen“.

Keine Ecken, keine Kanten, keine Persönlichkeit. Nur noch geglättete, beliebig austauschbare Worthülsen, die überall stehen könnten und niemandem etwas sagen.

Wer so kommuniziert, verschenkt das Wertvollste im digitalen Business: Vertrauen und Wiedererkennungswert.

Mein Appell: Bitte nutzt KI, aber richtig!

Versteht mich nicht falsch: Ich liebe KI! Sie spart extrem viel Zeit, liefert tolle Impulse und macht als digitaler Sparringspartner richtig Spaß.

Aber bitte, bitte: Verpasst euren Texten wieder eine persönliche Note!

Bringt eure eigene Stimme rein, nutzt eure Lebenserfahrung und Ecken und Kanten. Oder trainiert euch einen eigenen Custom Assistant (GPT) an, der wirklich wie ihr klingt und euren Tonfall beherrscht.

Wie haucht man KI-Texten Leben ein?

Für jene, die mit kostenfreier KI und ohne Assistent arbeiten: KI-Texten lässt sich mit ein paar gezielten Handgriffen ganz einfach und rasch echtes Leben einhauchen – ohne dass du stundenlang nachfeilen muss. Wie dieses „Rezept für menschliche KI-Texte“ aussieht und wie leicht das geht, zeige ich euch im nächsten Beitrag!

Jetzt bist du dran!

Welche KI-Floskel oder welche Roboter-Phrase kannst du aktuell absolut nicht mehr lesen? Schreib es mir direkt unten in die Kommentare!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Woran erkennt man KI-generierte Texte am schnellsten?

Typische Warnzeichen sind wiederkehrende Floskeln (wie „In der heutigen, sich schnell verändernden Welt“), übertrieben glatte Adjektive (bahnbrechend, nahtlos, umfassend), ein immer gleicher dreiteiliger Satzaufbau und ein absolut neutraler Ton ohne persönliche Meinungen oder eigene Anekdoten.

2. Ist es schlimm, KI zum Schreiben von Texten zu nutzen?

Keineswegs. KI ist ein hervorragendes Werkzeug für Brainstorming, Strukturierun, Recherche. Problematisch wird’s, wenn du unreflektiert kopierst und keine eigene Haltung hineinbringst.

3. Warum klingen KI-Texte oft so ähnlich und austauschbar?

Große Sprachmodelle werden darauf trainiert, auf Basis statistischer Wahrscheinlichkeiten das „durchschnittlich passendste“ Wort zu wählen. Ohne spezifische Anweisungen wählen sie stets den sichersten und damit belanglosesten Mittelweg.

4. Wie kann ich KI nutzen, ohne dass meine Texte nach Roboter klingen?

Gib der KI im Prompt genaue Vorgaben zu deiner Tonalität (z. B. „schreibe direkt, humorvoll, journalitisch, nutze kurze Sätze“). Füttere sie mit eigenen Beispielsätzen und überarbeite den Entwurf immer manuell, um ihm deine persönliche Note zu verleihen.

5. Was bringt ein antrainierter KI-Assistent (Custom GPT)?

Ein individueller Assistent kennt deine Corporate Identity, deine bevorzugten Begriffe und deinen Schreibstil bereits vorab. Dadurch vermeidet er typische Standard-Floskeln von Anfang an und spart dir beim Überarbeiten enorm viel Zeit.

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