Ich denke immer noch an dich,
doch es schmerzt nicht mehr so sehr.
Ich denke wieder mehr an mich,
das DU verblasst, das WIR existiert nicht mehr.

Ich weine immer noch wegen dir,
doch die Tränen versiegen, fließen nicht mehr so wild.
Ich lache wieder mehr zu mir,
sehne mich nur noch selten nach deinem Bild.

Ich zittere auch immer noch,
dass du plötzlich vor mir stehst.
Ich ahne und weiß, ich fiele in ein Loch …
so will ich, dass du endlich gehst.

Ich sehne mich manchmal noch danach,
nach deinem Duft, deinem starken Arm.
Manchmal lieg’ ich nachts noch wach
und halt dich gedanklich fest, so nah, so sanft, so warm.

Mitunter zürne ich dir noch
wegen all der Lügen, all der verheißungsvollen Worte.
Manchmal hasse ich dich noch,
für jede deiner oberflächlichen Taten.

Ich bedauere dich auch,
für deine Gefangenschaft im Narzissten-Sein.
Ich vermisse dich auch,
deinen Wahn-Sinn, deine Fehler, deine Selbst-Gefangenschaft in deinem güldnen Schrein.

Ich liebe dich wohl nach wie vor
auf meine Art und Weise.
Auf einer Ebene nicht von hier,
ewiglich, tief und leise.

19. Oktober 2017