Ich bat dich um eine Chance, im Traum.
Ich bat dich um Dasein, im Traum.
Ich sah zu dir auf und zu dir hin.
Ich folge dir wohin
Auch immer.
Im Traum.

Wir liefen aneinander vorbei
Und aufeinander zu.
Verhüllt, vermummt. Schweigend.
Doch im Nu sah ich zu dir hin.
Sah dich.
Und du mich.
Es war wie im Traum.

Aus Sehen wurde Sichtbarkeit.
Aus an dir vorbei auf dich zu.
Aus Erkennen pure Freude.
Mein Strahlen erhellte dein Gesicht.
Deine Güte und Größe eroberten mich.
Wie ein Traum.

Bist du der von meinem Stern?
Bis du jener von so fern?
Wollten wir nicht zusammen hier verweilen?
Sollten wir nicht zusammen hier bewirken?
Wir liefen wohl aneinander vorbei.
Alles andere bleibt ein Traum.

Wann werden sich unsere Welten vereinen,
Unsere Galaxien ineinander verschmelzen?
Dann irgendwann.
Bis dahin werd ich von dir träumen.
Dich lieben, achten und ehren.
Wohl wissend, es gibt kein Gestern,
Gibt kein Morgen.
Nur jetzt, den Augenblick, der stets alle Augenblicke ist.
Also verweilt das Wir als Traum.

Ich werde es wissen, dann irgendwann.
Wer du wirklich bist in meinem Leben.
Solange werde ich träumen.
Den Traum der Unendlichkeit.
Der Ewigkeit.
Der bedingungslosen Liebe und Hingabe zu dir, zu uns, zum Alleins.

Sommer 2015